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Arbeitnehmerüberlassung (AÜG) - Ausnahmen vom Gleichbehandlungsgrundsatz

In der Arbeitnehmerüberlassung gilt das "equal treatment"-Prinzip, also der Gleichbehandlungsgrundsatz. Demnach müssen Leiharbeitnehmer mindestens zu den Konditionen beschäftigt werden, wie Arbeitnehmer im Entleihbetrieb.

Hiervon kann für die Dauer von 9 Monaten durch Bezugnahme auf einen Tarifvertrag abgewichen werden. 

Wenn der Tarifvertrag Branchenzuschläge enthält, kann auch für die Dauer von insgesamt 15 Monaten abgewichen werden. 

Durch diese Bezugnahme wird der Gleichbehandlungsgrundsatz ausgesetzt.

Bei Überschreitung der angegebenen Überlassungszeiten muss der Entleihbetrieb mitteilen, wie er entsprechende Arbeitnehmer einstuft und vergütet und so muss dann auch der Leiharbeitnehmer vergütet werden. 

Zu beachten ist, das die oben angegebenen Zeiträume ggf. durch eine Einsatzpause eines Mitarbeiters im Entleihbetrieb neu in Gang gesetzt werden können. Die erforderliche Dauer der Unterbrechung hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. 

Bitte zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren, sollten Sie weitere Informationen oder Unterstützung im Bereich AÜG benötigen.

Dwyer Legal Rechtsanwälte, Schwanthalerstr. 13, Aufgang IV, 80336 München

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Hinweis: Die in dieser Wissensdatenbank bereitgestellten Informationen dienen nur der Orientierung und sind nicht verbindlich.