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Arbeitnehmerüberlassung (AÜG) – wer zahlt Gehalt?

Arbeitnehmerüberlassung bedeutet, dass ein Arbeitgeber (Verleiher) einen bei ihm beschäftigten Arbeitnehmer für üblicherweise eine begrenzte Zeit an einen Dritten (Entleihbetrieb) überlässt.

Die Rechte und Pflichten der Beteiligten (Verleihbetrieb, Entleihbetrieb, Leiharbeitnehmer) bestimmen sich für die Zeit der Überlassung nach den jeweils zwischen den Beteiligten bestehenden Vertragsverhältnissen.

Während die Vergütungsansprüche des Verleihbetriebs und die sonstigen Rechte und Pflichten dieser beiden Unternehmen in einem zwischen diesen aufzusetzenden Überlassungsvertrag festgelegt werden (dieser geht den Leiharbeitnehmer nichts an), bestimmen sich die Rechte und Pflichten des Leiharbeitnehmers nach dem zwischen diesem (also dem Leiharbeitnehmer) und seinem Arbeitgeber (Verleihbetrieb) installierten Vertrag. Hierbei kann es sich entweder um einen reinen Leiharbeitnehmervertrag oder um einen mit einer Zusatzvereinbarung zur Arbeitnehmerüberlassung versehenen Standard-Arbeitsvertrag handeln.

Dieses Vertragsverhältnis geht wiederum den Entleihbetrieb nichts an.

Da sich der Leiharbeitnehmer also nur in einem Vertragsverhältnis mit dem Verleihbetrieb (seinem Arbeitgeber) befindet, kann der Leiharbeitnehmer Gehaltsansprüche nur diesem gegenüber geltend machen.

Damit ist auch allein der Verleihbetrieb zur Zahlung des Gehalts verpflichtet. Eine Geltendmachung der Gehaltsansprüche des Leiharbeitnehmers gegenüber dem Entleihbetrieb ist nicht möglich.

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